The Terror of Dr. Hichcock


Originaltitel:
L'orribile segreto del Dr. Hichcock
Alternativtitel:
The Horrible Dr. Hichcock
Jahr:
1962
Eingetragen:
12.11.2013
IMDB-Wertung:
6,5/10

In seiner Klinik hat Professor Bernard Hichcock (Robert Flemyng) mit Hilfe seines selbstentwickelten Betäubungsmittels, das den Herzschlag beinahe auf Null reduziert, den Menschen aber am Leben erhält, schon einigen Patienten das Leben gerettet. Privat benutzen er und seine Frau Margherita (Maria Teresa Vianello) es für lustige Nekrophiliespielchen. Bis er ihr eines Abends eine Überdosis verpasst und sie wirklich dabei draufgeht.

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Man ist sich einig: Das macht Laune!
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Die Nachfolgerin empfindet die Situation dagegen als bedrückend
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Ihr Mann bereitet ihr selbstlos einen Beruhigungstrank zu
Zwölf Jahre später kehrt Hichcock mit seiner neuen Frau Cynthia (Barbara Steele) in sein Anwesen zurück. Haushälterin Martha (Harriet Medin) hat es nur halbwegs in Ordnung gehalten und zu allem Überfluss auch noch ihre geisteskranke Schwester hier einquartiert. Cynthia leidet jedoch mehr unter den sie in jedem Zimmer beobachtenden Porträts ihrer Vorgängerin und der Distanziertheits ihres Angetrauten. Dieser ist auch bei der Arbeit weniger erfolgreich, traut sich nicht mehr, das Mittel einzusetzen. Die Verlockung durch die so verstorbenen Patientinnen ist jedoch groß und auch Cynthias sich steigernde Ängste stellen sich ebenfalls nicht als reiner Verfolgungswahn heraus.

Eine „schockierende“ Ausgangssituation, dann tief brütende Stimmung ausgedrückt durch Geisterhausmotivik und Hichcocks (beruflich dargestellte, aber tief symbolische) Impotenz – nur das überhastete Ende fällt qualitativ leider ab. Das „arme Opfer“ Cynthia ist dabei trotz ausführlicher Szenenpräsenz völlig uninteressant. Hichcocks Besessenheit glaubt man dagegen trotz kurz gefasster Eingangsszenen sogar ohne weiteres; da auch ihr alles weitere fußt, ist das natürlich essentiell. Darüber hinaus hätte Martha interessant sein können, denn sie weiß und tut mehr, als man zuerst vermutet. Leider erfährt man von ihr viel zu wenig.

Genau deshalb ist dann auch das Ende etwas seltsam. Man sollte meinen, wenn sie Hichcock wirklich völlig treu ergeben wäre, hätte sie ihn schon vor langer Zeit über die „große Enthüllung“ benachrichtigen können. Dass sie es nicht tat, lässt ihre Rolle nochmal ambivalenter erscheinen, aber weder wird es klar, was nun ihre Überzeugungen und Ziele sind, noch worin sie begründet liegen. Leider bleibt das Ende damit eher auf dem Niveau eines billigen Monsterschockers anstatt dessen, wovon einem vorher ein vorsichtiger Geschmack vermittelt wurde.

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