Maciste und die Königin der Nacht


Originaltitel:
Maciste – L'uomo più forte del mondo
Alternativtitel:
Mole Men against the Son of Hercules
Jahr:
1961
Eingetragen:
09.08.2013
IMDB-Wertung:
4,8/10

Maciste (Mark Forest), der Befreier aller Unterdrückten, legt sich mit einem Volk von Höhlenmenschen an. Für diese ist aufgrund eines genetischen Defekts Sonnenstrahlung tödlich. So können sie nur nachts, und selbst dann auch nur stark vermummt, ihre unterirdische Welt verlassen. Diese Zeit nutzen sie jedoch, um ordentlich Oberweltmenschen zu fangen und als Sklaven in ihren Minen arbeiten zu lassen. Darunter auch das Volk Prinzessin Salirahs (Raffaella Carrà), die sich die Königin (Moira Orfei) der Fieslinge als persönliche Sklavin zu halten gedenkt.

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Die Aristokratie schmiedet Pläne
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Maciste und sein Sklave geraten in Gefangenschaft

Überraschenderweise hält die Handlung tatsächlich die gesamte Laufzeit durch und entwickelt sich sogar im Sinne einer einigermaßen differenzierten Tragödie. Jenseits des Superhelden Maciste und den ach-so-armen Opfern wird nämlich langsam ein Konflikt zwischen den Interessen der Königin, ihrem Hohepriester (Enrico Glori) und dessen Sohn (Gianni Garko) aufgebaut. Der mag reichlich naiv sein, aber für solche Art Filme ist selbst die geringste charakterliche Dynamik schon eine ungeahnte Qualität.

Konkret bedeutet dies, dass die üblichen Kampf- und sonstigen Gefahrenszenen rund um den Helden sogar einigermaßen organisch eingebettet sind. Was sie nicht direkt unterhaltsamer macht, als sie ohnehin schon immanent sind, aber das Warten auf den jeweils nächsten unfreiwillig komischen Auftritt irgendeines Typen in lächerlichem Kostüm wird einem schon deutlich erleichtert. So bleibt der Unterhaltungsfaktor hoch, bis zum unglaublichen Finale, in dem Maciste zwecks Befreiung der Sklaven mal eben das gesamte Höhlensystem über ihren Köpfen zum Einsturz bringt…

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