Germanicus in der Unterwelt


Originaltitel:
Maciste contro i mostri
Alternativtitel:
Fire Monsters against the Son of Hercules
Jahr:
1962
Eingetragen:
28.07.2013
IMDB-Wertung:
4,2/10


Maciste, Held zahlreicher Abenteuergeschichten italienischen Ursprungs, wird in jenen Geschichten zeitlich und örtlich im karthagischen Reich verortet. In den 60er Jahren wurde er in einer ganzen Reihe von Filmen zum Ersatz-Herkules, der in allen Ecken der Welt und in allen möglichen Zeitaltern Unterdrückten zur Seite stand. Da er jedoch außerhalb Italiens kein bekannter Name war, sind hierzulande einige seiner Filme gar nicht direkt als solche zu identifizieren.

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So wird er hier zu „Germanicus“, in Genretradition gespielt von US-Bodybuilder Reg Lewis und taucht in der Steinzeit auf. Dort gibt es bewaffnete Konflikte zwischen einem Stamm, der die Sonne anbetet (gut), und einem anderen von Mondanhängern (böse). Letzterer entführt die (gut geschminkten und frisierten) jungen Frauen des ersteren, um sie rituell zu opfern. Germanicus dringt per Tauchgang in die Höhle der Bösewichte ein, öffnet von innen die Pforten, doch im folgenden Schlachtgetümmel erringen die Sonnenanbeter nur einen taktischen Sieg: Die Frauen können befreit werden, aber dafür gerät Germanicus in Gefangenschaft. Ein Erdbeben später sind er und seine neue Verbündete Moah (Margaret Lee) wieder unterwegs, sie flüchten vor einer Eidechse, kämpfen mit einem Drachen, dann steht noch der Gegen-Gegenangriff auf das Tal des Sonnenstammes an, der dank des großen Heldes, in der letzten Szene plötzlich „Maciste“ genannt wird, abgewehrt werden kann.

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Alles eigentlich Routine, mit allen bekannten Vorzügen und Schwächen. Die Qualität steht und fällt eigentlich immer mit der Dichte lustiger Monsterbegegnungen. Hier bekommen wir eine Seeschlange gleich eingangs, ein Unterwassergerangel beim Tauchen und später eben den Drachen. Letztere beide Szenen haben gemeinsam, dass Lewis jeweils sichtbar dafür zuständig ist, für die Bewegung dieser Monster zu sorgen, während er mit ihnen „kämpft“. Also soweit ganz witzig, aber es ist eben nicht genug. Der ganze Rest ist wie üblich recht uninteressant und so ist Germanicus letztlich Durchschnitt für Vollständigkeitsfanatiker.

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