Haie der Großstadt


Originaltitel:
The Hustler
Jahr:
1961
Eingetragen:
28.04.2013
IMDB-Wertung:
8/10

Mit den „Haien der Großstadt“ sind wohl die professionellen Spieler in den Kneipen der USA gemeint. Ein solcher ist Eddie Felson (Paul Newman), ein überaus begabtes Exemplar der Gattung des Billiardspielers. In seinem jugendlichen Überschwang fordert er den ungekrönten Champion des Fachs, Minnesota Fats (Jackie Gleason) heraus. Durch seine Disziplinlosigkeit bekommt er jedoch eine gnadenlose Abreibung verpasst. Felson ist am Boden zerstört. Der skrupellose Manager Bert Gordon (George C. Scott) baut ihn langsam wieder auf. Es kommt zum erneuten Duell mit Minnesota.

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Felson spielt gut – aber der entspannte Champion ist noch lange nicht geschlagen

Unglaublich, wie sehr dieser Film verehrt wird – dabei macht er so viel falsch! Der Film beginnt praktisch mit dem ersten Match zwischen Felson und seinem (scheinbaren) Erzfeind. Zu diesem Zeitpunkt haben die Zuschauer Felson, der wohl als Sympathieträger fungieren soll, noch überhaupt nicht kennengelernt. Sein Scheitern wirkt dadurch überhaupt nicht tragisch, sondern einfach nur dumm. Entsprechend geht es auch überhaupt nicht nahe, wenn er im Folgenden schier endlos mit seiner Freundin (Piper Laurie) in Selbstmitleid versackt. Im Gegenteil: Es ist stinklangweilig! Jede andere Interpretation kann eigentlich nur auf der Projektion irgendeines Images von Darsteller Newman auf seine Figur herrühren.

Etwas interessanter soll es dann wohl dadurch werden, dass sich Gordon als der wahre „Bösewicht“ herausstellt, während sich zwischen Felson und Minnesota in ihrem finalen Duell ein gegenseitiger tiefer Respekt entwickelt. Nur das Spiel zähle, nicht das Drumherum des Preisgeldes und der Wetten. Das ist als Gesamtaussage eines hochdekorierten Filmes jedoch reichlich schwach.

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