Entity – Es gibt kein Entrinnen vor dem Unsichtbaren das uns verfolgt


Originaltitel:
The Entity
Alternativtitel:
Entity – Der Schänder aus dem Jenseits
Jahr:
1982
Eingetragen:
23.03.2013
IMDB-Wertung:
6,6/10

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In ihrem Haus…
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…erwartet Carla das Grauen
„Nach einer wahren Geschichte“ – normalerweise kann man bei dieser Ankündigung eigentlich abstellen, denn dass das was folgt der letzte Schwachsinn ist, ist damit ja eigentlich bereits klar. Schließlich hätte kein realistischer Film es nötig, sowas überhaupt zu betonen.

Was uns der Film als „wirklich geschehen“ glauben machen will, ist, dass eine gewisse Carla Moran (Barbara Hershey), eine Mutter von Mitte 30, regelmäßig von einem unsichtbaren Geist in ihrem Haus vergewaltigt wird. Ihr Psychiater Dr. Sneiderman (Ron Silver) führt diese Einbildungen logischerweise auf eigene Traumata zurück und stellt auch anhand Carlas Kindheit und ihren gescheiterten Beziehungen eine durchaus glaubwürdige Argumentation auf der Prämisse auf, dass all dies ein Ausdruck von Carlas unterdrückter Angst vor Sex und ihrer diesbezüglichen Schuldgefühle, die nun ausbrechen, da endlich – das erste mal in ihrem Leben – eine Beziehung (Alex Rocco) ernst zu werden scheint, sei.

Doch die Angriffe gehen weiter, nun sogar manchmal, während Carlas Kinder (David Labiosa, Natasha Ryan und Melanie Gaffin) dabei sind. In Parapsychologin Dr. Cooley (Jacqueline Brookes) und ihren Studenten (Richard Brestoff und Michael Alldredge) findet Carla schließlich Unterstützer, die die Sache „wissenschaftlich“ angehen: Mit Messgeräten und Kameras gehen sie der Sache auf den Grund und finden Unglaubliches. Denn: Das Haus ist wirklich „besessen“ und es hat es auf Carla abgesehen.

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Die Verletzungen sind unbestreitbar da, aber Sneiderman hält sie für selbstzugefügt
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Hilfe kommt aus unkonventionellerer Richtung
Also, alles klar? Die Wahrheit, die wirklich passiert ist, ist, dass das Haus seine Einwohnerin vergewaltigt. Immer und immer wieder. Und unfairerweise will ihr (fast) niemand glauben! Einen Fantasyfilm zu drehen, ist ja nichts Verwerfliches. Es abzustreiten, ist jedoch einfach nur nervig.

Nimmt man The Entity als das, was es ist, bekommt man einen soliden Geisterfilm zu sehen, der jedoch dem Genre wirklich überhaupt nichts Neues zuzufügen hat und vor Allem beinahe die gesamte Laufzeit über keinerlei Entwicklung zeigt. Die Angriffsszenen wiederholen sich gnadenlos und verlieren somit selbst die geringe Schockwirkung, die sie vielleicht individuell noch beim ersten oder zweiten Mal gehabt haben mögen. Die Charaktere bleiben ebenfalls völlig statisch: Niemand ändert jemals seine Ansichten, seine Meinungen oder Interpretationen. Von Charakteren kann man also kaum sprechen, es treten allenfalls „Typen“ auf.

Diese füllen das übliche Spektrum durchaus aus und sind auch akzeptabel gespielt, ebenso wie die optischen Geistereffekte in Ordnung gehen. Doch es fehlt einfach der Spannungsbogen, der über die Darstellung einer „mysteriösen“ Ausgangssituation hinaus geht.

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