Psycho IV - The Beginning


Originaltitel:
Psycho IV: The Beginning
Alternativtitel:
Psycho 4
Jahr:
1990
Eingetragen:
12.08.2012
Bearbeitet:
31.08.2019
IMDB-Wertung:
5,5/10

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Norman erinnert sich an seine Jugend
Dr. Leo Richmond (Warren Frost) ist Gast in einer Radiotalkshow zum Thema „Muttermord“, moderiert von Fran Ambrose (Carol Christine Hilaria Pounder). Norman Bates (Anthony Perkins) ruft dort anonym an und erzählt die Geschichte, wie es dazu kam, dass er seine Mutter umbrachte. Er ist mittlerweile aus der geschlossenen Anstalt entlassen worden und lebt verheiratet mit seiner Therapeutin Connie (Donna Mitchell). Die ist von ihm schwanger und Norman spührt den Drang, auch sie umzubringen – um zu verhindern, dass sein Wahnsinn sich in der nächsten Generation fortsetzt.

Die meiste Zeit verbringt Psycho IV also in Rückblenden in die Jugendzeit Normans (dort gespielt von Henry Thomas), dessen schwieriger ödipaler Hassliebe zu seiner Mutter Norma (Olivia Hussey) und wie die Situation schließlich eskalierte, als sie, die so lange er denken konnte immer Männerhass gepredigt hatte, schließlich doch einen neuen Liebhaber (Thomas Schuster) nach Hause bringt.

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Mutter bestraft ihn für eine ungeplante Erektion, indem sie ihn in Frauenkleider steckt
Das mag einerseits interessanter sein, als die unglaubliche Verschwendung von Filmmaterial, die sich Bates Motel nannte (und inhaltlich hierfür völlig ignoriert wird), und sowohl Thomas als schüchterner und emotional unterdrückter Teenager, als auch Hussey (schwankend zwischen Liebe und Wahnsinn) machen nichts falsch. Nur ist die große Frage, ob diese „Vorgeschichte“ überhaupt in dieser Breite erzählt werden musste.

Da man ohnehin weiß, wie es ausgehen wird, ist die Vorgeschichte nicht spannend; doch das ist nicht für sich ein Problem, solange der Weg dorthin irgendwie von Interesse ist. Die Erklärungen im originalen Psycho waren in der dort komprimierten Form mehr als ausreichend. Und dieses blödsinnige Gimmick mit der Talkshow und der Schwangerschaft hätte man ohnehin besser weggelassen. Also Alles in Allem keine Katastrophe, aber der Inbegriff der Irrelevanz, da dem Psycho-Mythos einfach überhaupt nichts Neues hinzugefügt oder abgewonnen wird.

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