Eroberung vom Planet der Affen


Originaltitel:
Conquest of the Planet of the Apes
Jahr:
1972
Eingetragen:
08.05.2012
IMDB-Wertung:
6,1/10

20 Jahre nach Ende des vorigen Films (Flucht vom Planet der Affen): Armandos (Ricardo Montalban) Zirkus bewirbt sein Gastspiel in der Stadt. Dazu nimmt er den intelligenten Affen Milo (Roddy McDowall), den Sohn der zeitreisenden Schimpansen des Vorgängerfilms, zum Verteilen von Flugblättern mit. Zum ersten Mal sieht Milo hier, wie seine weniger intelligenten Artgenossen von den Menschen behandelt werden. Praktisch werden sie als Sklaven eingesetzt und dazu noch misshandelt. Milo rutscht ein verbal artikulierter Fluch heraus – doch Affen können nicht sprechen, und so behauptet Armando, er habe dies gesagt. Er wird verhaftet und „befragt“, bis er unter dem Druck zusammenbricht.

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Milo kommt über Umwege in die Dienste des hohen Regierungsbeamten MacDonald (Hari Rhodes). Dieser stellt den Gegenpol zu seinem paranoiden Kollegen Breck (Don Murray), der jederzeit mit einer Affenrevolte rechnet, dar. Milo nennt sich nun „Caesar“ und zettelt tatsächlich einen solchen blutigen Aufstand an…

Wo ist die Handlung? Eroberung vom Planet der Affen (die Titel werden sprachlich immer „falscher“) zeigt nur genau das, was man auch in drei Sätzen zusammenfassen könnte. Der Bezug zur Sklaverei ist mehr als platt: Nicht nur kommen die neuen Affenlieferungen aus Afrika und die gezeigten Trainings- und Konditionierungsmethoden sind entsprechend, sondern es wird auch noch mehrfach explizit die Parallele in Dialogen gezogen.

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Dazu kommt eine mehr als minderwertige Erzählstruktur: Am Anfang „erklärt“ Armando seinem Freund Milo diverse Ereignisse der letzten 20 Jahre – offensichtlich nur für die Zuschauer. Wieso ist Milo/Caesar überhaupt so überrascht? Hat er sein gesamtes Leben im Käfig verbracht? Und andersherum: Wieso werden Affen überhaupt eingesetzt? Fast alles, was man sie machen sieht, machen sie falsch. Um dann die teilweise drakonischen Bestrafungen durch die bösen Menschen zu zeigen, klar, aber immanent ergibt auch dies überhaupt keinen Sinn.

Man muss also sagen: Das Drehbuch wurde so geschrieben, dass es keine eigene Geschichte erzählt, sondern ausschließlich auf bestimmte Effekte und Ergebnisse hinarbeitet. So macht man aber keinen sehenswerten Film.

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