Katzenmenschen


Originaltitel:
Cat People
Jahr:
1942
Eingetragen:
24.11.2010
Bearbeitet:
02.06.2012
IMDB-Wertung:
7,3/10

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Vögel fürchten Irena
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Aufblitzende Augen im Dunkeln
Die serbische Immigrantin Irena (Simone Simon) lernt im Zoo Oliver Reed (Kent Smith) kennen. Schnell verlieben sie sich und heiraten. Jedoch gibt es ein entscheidendes Problem: Irena glaubt, zur Rasse der Katzenmenschen zu gehören. Diese würden sich bei emotionaler/sexueller Erregung in Raubtiere verwandeln und ihre Gegenüber zerfleischen. Eine klassische Hochzeitsnacht kommt deshalb vorerst nicht in Frage – sie erbittet sich von ihrem frischgebackenen Ehemann Geduld.

Die zeigt dieser auch. Nach mehreren Monaten beginnt die Beziehung jedoch auseinanderzudriften: Irenas Besuche bei einem Psychiater (Tom Conway) zeigen nicht die gewünschte Wirkung und eine größere Nähe als zu seiner Frau verspührt Oliver mittlerweile zu seiner Kollegin Alice (Jane Randolph). Irena zieht es dagegen immer wieder zu den Raubtierkäfigen des Zoos, wo sie sich zuerst getroffen hatten...

So wenig vordergründig auch „passiert“, desto mehr steckt unter der Oberfläche – wiederum auf mehreren Ebenen. Einmal gibt es den sehr gelungenen subtilen Grusel, d.h. die Frage, was nun wirklich an diesem Gerede über den „Fluch“ dran ist. Hier verlässt man sich vor Allem auf die klassischen Vorurteile der US-Amerikaner über „die alte Welt“ mit ihren seltsamen Traditionen und Gebräuchen. Noch darunter befinden sich jedoch wieder noch mehrere Bedeutungsebenen: Irena als absolute Außenseiterin in einem ihr fremden Land, in dem sie zu niemandem eine Bindung aufbauen kann und nicht zuletzt die Tabuisierung der Sexualität (insbesondere weiblicher). Kann man nur empfehlen!

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