Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels


Originaltitel:
Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull
Jahr:
2008
Eingetragen:
31.12.2017
Bearbeitet:
28.08.2018
IMDB-Wertung:
6,1/10

Eigentlich war es ja klar, was herauskommen würde. Nach zwanzig Jahren Pause. Und einem Produzenten, der bereits seine andere beliebte Filmreihe auf dümmlichste (aber trotzdem höchst erfolgreiche) Weise ausgeschlachtet hatte. Und natürlich ist der Kristallschädel nicht nur blühender Unsinn, was ja im Rahmen des Genres absolut akzeptabel sein könnte, sondern er scheitert auch völlig daran, seine Zuschauer zu fesseln.

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Woran das liegt, ist an der Eingangsszene bestens illustriert. Jones (Harrison Ford) wird von einem Sidekick, der als alter Weggefährte vorgestellt wird, hintergangen und an die fiesen Russen ausgeliefert. Nur kennt man als Zuschauer diese gemeinsame Vergangenheit ja nicht – es wird nur verbal eine solche behauptet. Der Betrug findet also Null emotionale Resonanz.

Und ebenso leer und hohl geht es die ganze Zeit weiter. Da taucht dann eine Sohnfigur auf (Shia LaBeouf), der erst den Marlon Brando und dann – zwischen schlampig computeranimierten Affen – Tarzan (!) geben darf, aber keinerlei Chemie oder Spannung mit der Hauptfigur aufbaut. Der arme John Hurt wird als durchgedrehter Forscher – wiederum ohne Funktion – verschwendet. Die Beziehung zwischen Jones und Jugendliebe Marion (Karen Allen) wird einfach nur 1:1 aufgelegt, als wäre exakt überhaupt nichts geschehen in den letzten beinahe 30 Jahren; mit anderen Worten: Dieser Konflikt steht diesen gesetzten Charakteren überhaupt nicht mehr.

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Ja, der Film ist also das erwartete Desaster. Nun muss man sich allerdings ins Gedächtnis zurückrufen, dass bereits die zwei vorigen Filme bereits kräftig am eigenen Mythos genagt hatten. Schlimmer als der zweite ist dieser Streifen auch nicht. Sowas wird gerne bei derlei Revivals (Stirb Langsam…) vergessen oder verschwiegen…

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