Das Auge der Spinne


Originaltitel:
L'occhio del ragno
Jahr:
1971
Eingetragen:
23.11.2017
IMDB-Wertung:
5/10

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Einmaliges Ereignis: Van Johnson im Raum mit anderen Schauspielern
Ausnahmsweise sind mal nicht die Vertreter des Gesetzes hinter Verbrechern her. Das Auge der Spinne kennt ausschließlich Fieslinge, die sich gegenseitig die Butter auf dem Brot nicht gönnen. So geschehen bei einem Juwelenraub, der von Professor Krüger (Van Johnson) geplant worden war. Seine Komplizen (unter Anderem Klaus Kinski) hintergingen ihn, verschwanden mit der Beute. Außerdem ließen sie auch noch den beim Überfall verletzten Paul (Antonio Sabato) am Tatort zurück, der natürlich prompt verhaftet wurde. Krüger holt nun Paul aus dem Knast. Er plant, diesen als Werkzeug seiner Rache zu benutzen.

Paul bekommt eine Gesichtsoperation und eine neue Identität als „Franz Vogel“. Krügers Vertraute Gloria (Lucretia Love) soll ein Auge auf ihn haben, wenn er sich bei den ehemaligen Mitstreitern einschleicht. Doch die Interessenlagen Pauls und Krügers sind nicht so identisch, wie angenommen, und auch Gloria entwickelt überraschend so etwas wie einen eigenen Willen (unerhört!). Ein Spiel gegenseitiger Täuschung beginnt.

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Klaus Kinski allein in der Sauna
Thematisch also gar nicht mal so übel: Jeder plant irgendwie jeden zu hintergehen (oder hat das bereits getan). Gloria wird wie eine Trophäe herumgereicht, doch ist auch das eventuell Teil mancher Pläne? Hat „der Polacke“ (Kinski) doch noch ein As im Ärmel? Oder einigt er sich einfach mit einem der beiden anderen Männer auf Kosten der wiederum anderen?

Die Umsetzung lässt dagegen einiges zu wünschen übrig. Es beginnt mit der wirklich unglaublich schlechten Perücke, falschen Nase usw. des Protagonisten am Anfang (vor seiner „Gesichtsoperation“). Eine Verkleidung, die man im besten Fall als unfreiwillig komisch bezeichnen kann, was aber auch der intendierten Stimmung des Films klar abträglich ist. Und dann schlägt noch der übliche Fluch europäischer Produktionen mit beschränktem Budget, aber ein paar namenhaften Darsteller fürs Plakat zu: Insbesondere Johnson und in etwas geringerem Maße Kinski bestreiten ihre Szenen sehr sichtbar gehäuft alleine und an völlig anderen Lokalitäten. Ihre Figuren existieren also sozusagen losgelöst von der eigentlichen Handlung, was einer echten Spannung niemals gut tut.

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