Mortal Kombat


Originaltitel:
Mortal Kombat
Jahr:
1995
Eingetragen:
30.09.2017
IMDB-Wertung:
5,8/10

Als Videospiele das erste Mal kommerziell für die Produzenten interessant wurden, waren es ausgerechnet seltsame Actionspiele ohne viel Verwertbares Material, die dafür ausgewählt wurden. Die Resultate waren entsprechend dürftig bis unfreiwillig komisch. Was, um das Fazit schonmal vorwegzunehmen, selbstverständlich auch auf Mortal Kombat zutrifft. Wobei es sich – unglaublich, aber wahr – sogar um eine ziemlich werkgetreue Umsetzung handelt.

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Das ist wohl ernstgemeint…

Moment mal, wie soll das gehen? Mortal Kombat ist im Original ein Spiel, in dem sich digitalisierte Muskelprotze gegenseitig die Köpfe einhauen und das primär durch seine explizite Gewaltdarstellung populär wurde. Anscheinend hatte der Pixelblutrausch aber sogar eine Art Geschichte, der der Film ziemlich genau folgt: Der abgrundtief böse Herrscher einer Paralleldimension greift nach der Erde. Laut den Regeln irgendwelcher Götter wird ein solcher Konflikt in einem Zweikampfturnier ausgetragen. Gewinnen die Vertreter des Guten, muss der Bösewicht ablassen. Andersherum bekommt er vollen Zugriff auf unsere Welt, die er in eine Hölle zu verwandeln gedenkt. Lächerlicher Unsinn, aber gut – man kann es dem Film kaum vorwerfen.

Was folgt, sind also logischerweise Prügeleien (allerdings blutleere) zwischen albern kostümierten „Charakteren“, die teilweise computeranimiert daherkommen. Wobei man sich beim völlig steifen und plastikartigen Gebahren des vierarmigen „Prinz Goro“ schon Ray Harryhausen zurückwünscht, dem es sicher gelungen wäre, mehr als eine einzige Pose für diese Figur zu animieren. Von seinem unglaublich unspektakulären Abgang mal ganz zu schweigen.

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Produktionskosten nahe Null

Natürlich sind auch sämtliche Dialoge und sogenannte Handlungswendungen nicht besser als die Computertricks: schlechte Clichés. Ein logisches Bild des „Turniers“, bei dem der Oberböse anscheinend nach völligem Gutdünken irgendwelche Leute gegeneinander antreten lässt, erschließt sich niemals. Gibt es immerhin gute Action? Abgesehen von den Computertricks (man kann es nicht häufig genug sagen…) findet man sich spätestens dann, wenn man als Zuschauer nicht mal erschließen kann, welchem Kontrahenten ein Manöver jetzt eigentlich Schmerzen zufügen soll, auf dem Niveau einer Feld-, Wald- und Wiesen-Catchveranstaltung…

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