Certain Women


Originaltitel:
Certain Women
Jahr:
2016
Eingetragen:
28.11.2016
IMDB-Wertung:
6,3/10

Der Episodenfilm – er ist nicht wegzukriegen. Im Idealfall hat man ein starkes, verbindendes Thema und irgendwie greifen die Episoden auch ansonsten ineinander. Ansonsten kommt man immer schnell dazu, die Episoden einzeln zu beurteilen – und dann gibt es eigentlich immer mindestens eine, die einfach qualitativ abfällt und somit den Gesamteindruck bestimmt (also verdirbt).

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Ein einendes Thema hat Certain Women: In drei Episoden geht es um Frauen, die vor entscheidenden Fragen um Empathie, Einsamkeit, Loyalität und Freundschaft im Konfliktfeld zwischen professionellen und persönlichen Beziehungen stehen. Soll also heißen: Menschen kommen professionell zusammen, aber es könnte sich mehr daraus entwickeln. Wenn es denn alle wollen.

So gerät Anwältin Laura (Laura Dern) etwas zu nah an ihren Klienten ran. Gina (Michelle Williams) verfolgt als „toughe Businessfrau“ stringent ihr Bild vom perfekten Familienleben und nimmt dabei keine Rücksicht auf die Gefühle anderer – und unterdrückt dabei ihre eigenen, belügt sich selber. Eine Pferdepflegerin (Lily Gladstone) freundet sich mit Junganwältin Elizabeth (Kristen Stewart) an, doch die Vorstellungen dieser Beziehungen sind unausgesprochen und beidseitig unverstanden grundlegend unterschiedlich.

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Alles potentiell soweit schön und gut, aber viel zu lang ausgewalzt für Aussagen, die man geradezu mit der Lupe suchen muss und die dann schließlich doch nur ziemlich platt sind. Zwischen den ersten beiden Episoden klappt der Übergang noch einigermaßen, aber die dritte ist dann sehr künstlich drangeklatscht. Der Inbegriff der Ironie ist es, dass die bei Weitem interessanteste Figur (und auch das ist bitte nur relativ zu verstehen) die Affäre der ersten / der Ehemann der zweiten Frau ist – also ein Mann (James Le Gros). So weit kann man sein eigenes Ziel verfehlen…

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