Monster im Nachtexpress

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Originaltitel:
Terror Train
Jahr:
1980
Eingetragen:
13.02.2015
IMDB-Wertung:
5,9/10

TerrorTrain01.jpg
Wer Sex (mit Monstern) hat…
Es gibt wohl kaum ein Genre, das dermaßen formelhaft abläuft wie der Slasherfilm. Terror Train ist da keine Ausnahme. Die Handlung dreht sich wie immer darum, dass aus einer Gruppe Jugendlicher einer nach dem anderen von einem maskierten Killer gemeuchelt wird. Dazu werden wie immer teilweise absurde Situationen aneinandergereiht, die Opfer mit dem Täter isoliert zu bekommen, damit letzterer zuschlagen kann. Die Inszenierung dieser Mordszenen folgt dann ebensolchen starren Regeln: Erkenntnis – Kreischen – Wegrennen/Verstecken – blitzende Mordwaffe – mehr Kreischen – spritzendes Blut.

Dieser Film bedient sich dem bewährten Stilmittel des Zuges als in sich geschlossener Mikrokosmos, aus dem eine Flucht unmöglich ist. Die Opfer sind also ausgeliefert. Soweit in Ordnung und alles Weitere entspricht wie gesagt dem Genrestandard (bis hin zur Axt, die direkt neben dem Kopf einer Verfolgten (Jamie Lee Curtis) durch die Pappwand kracht und weitere Panik auslöst).

TerrorTrain02.jpg
…stirbt!
So bleibt eigentlich nur eine partikuläre Beobachtung: Anlass der Schlachtserie soll ein deftiger „Fraternity“-Streich, dessen Opfer in der Nervenheilanstalt landete, sein. Das erkennen die Betroffenen auch irgendwann – aber sie verdächtigen dann den Bühnenmagier (David Copperfield), den niemand angeheuert hat? Die einzige Person praktisch des gesamten Films, die sichtbar nicht verkleidet ist? Man sollte meinen, dass die Ex-Kommilitonen ihr früheres Mobbingopfer schon erkennen können sollten.

Mit anderen Worten: Über solche Dinge hat sich offensichtlich niemand Gedanken gemacht bei der Erstellung des Drehbuchs. Entsprechend solcher Scheunentore sollte man auch keine Zeit mit dem fertigen Produkt verschwenden, wenn man nicht einen sehr guten Grund hat.

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