Frankenstein trifft den Wolfsmenschen


Originaltitel:
Frankenstein Meets the Wolf Man
Jahr:
1943
Eingetragen:
30.10.2014
IMDB-Wertung:
6,5/10

„Crossovers“ sind eigentlich immer peinlich, weil die Vorwände, die Protagonisten/Monster mehrerer Filmreihen zusammenzubringen, grundsätzlich gezwungen wirken. Die Erwartungen für diesen Film sind also niedrig und es beginnt auch schon schwach: Larry Talbot (Lon Chaney Jr.), der Wolfsmensch, ersteht ohne weitere Erklärung aus seinem Grab wieder auf. Seines Fluches müde sucht er die Aufzeichnungen Dr. Frankensteins, da dieser angeblich „das Geheimnis von Leben und Tod“ kannte.

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Vollmond… und… der Horror:
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Die Wolfsmaske ist um Einiges billiger geworden!

In den Ruinen des Frankenstein'schen Schlosses findet er jedoch vorerst nur die im Eis eingeschlossene Kreatur (Bela Lugosi, der sich der Legende nach für die vorigen Frankenstein-Filme dieser Reihe zu schade gewesen war). Im nahegelegenen Dorf gibt man sich eisig, man ist auf den verstorbenen Doktor natürlich nicht gut zu sprechen. In Frankensteins Tochter (Ilona Massey) und Dr. Mannering (Patric Knowles), den die wissenschaftliche Herausforderung reizt, findet er schließlich jedoch Unterstützung.

Nur weiß man spätestens in dem Moment, in dem Mannering die Bühne betritt, als Zuschauer, was passieren wird: Knowles sieht Colin Clive schon verdammt ähnlich und so muss er nachher natürlich der Versuchung verfallen, das Leben der beiden bemitleidenswerten Monster nicht wie zumindest von einem von ihnen gewünscht zu beenden, sondern die Experimente fortsetzen zu wollen.

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Frankensteins Monster
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Und das Unvermeidliche

Thematisch handelt es sich also eigentlich eher um eine Frankenstein-Fortsetzung, als die des Wolfsmenschen. Wobei man ohnehin zugeben muss: Die vorige Wolfsmensch-Verfilmung hatte ja ehrlich gesagt nicht mal so richtig ein Thema! Was hätte man da also auch fortsetzen sollen? Andererseits findet die motivische Anknüpfung an den Frankenstein'schen Größenwahn auch erst ganz am Ende statt und beschränkt sich damit effektiv auf eine einzige Szene. Die Auftritte der Kreatur vorher sind sogar ziemlich peinlich und sinnlos. So dass man sich zusammenfassend eher am Kopf kratzen muss: Was ist in diesem Film nun eigentlich passiert? Herzlich wenig!

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