Die nackten Vampire


Originaltitel:
La vampire nue
Alternativtitel:
The Nude Vampire, Das Lustschloss der grausamen Vampire, Das Lustschloss der grausamen Frauen
Jahr:
1970
Eingetragen:
24.09.2014
IMDB-Wertung:
5,5/10

Pierre (Olivier Rollin) lebt vom Reichtum seines Vaters. Doch Drogen und Frauen können ihn irgendwann nicht mehr davon ablenken, dass sein alter Herr (Maurice Lemaître) in seltsame Machenschaften verstrickt ist. Er forscht nach und entdeckt ein seltsames Treffen verschwörerischer Menschen mit Tiermasken. Dort wird auch eine junge Frau (Caroline Carter) gefangengehalten. Und, man glaubt es kaum, es geht wohl nicht nur um Sex – da steckt mehr dahinter! Nur was?

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Da wir uns ja aber in den Fängen Jean Rollins befinden, handelt es sich natürlich schon um eine Machtfantasie dekadenter alter Männer – und was für eine! Nicht weniger als die Unsterblichkeit wollen die fiesen Pfeffersäcke ergründen. Sie halten die Frau nämlich für eine Vampirin, die sie zu ernähren gleich mal einen Selbstmordkult aufgebaut haben, und an deren Blut sie wissenschaftliche Untersuchungen anstellen. Was aber natürlich – Rollin – böse scheitern muss.

Dabei ist natürlich der Plot mal wieder weniger wichtig als die Komposition der Bilder. Zu der üblichen Nacktästhetik gesellt sich ein optisch interessantes Symmetriemotiv. Geeignete Architektur wird durch ungewohnt flache Kameraperspektiven eingefangen und die Besetzung eines Zwillingspärchens (Catherine Castel und Marie-Pierre Castel) tut ihr Übriges. Wobei man glatt vermuten könnte, dass die Kausalität andersherum funktionierte: Weil man Zwillinge hatte, hat man das visuell auch anderweitig aufgegriffen.

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Soll heißen: All diese filmischen Tricks sind reiner Selbstzweck. Im Bezug auf die Handlung bieten sie keinerlei Reflektion. Maximal könnte man ihnen zugestehen, verstörend zu wirken, was natürlich in gewisser Weise im Sinne des Plots ist. Doch gezielt keinesfalls. Es ist also wie so häufig bei Rollin: Einigermaßen schön anzugucken, aber völlig bedeutungslos.

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